DEILD-Methode

DEILD-Methode

DEILD (Dream Exit Induced Lucid Dream)

DEILD steht für Dream Exit Induced Lucid Dream (zu Deutsch frei übersetzt: Nach dem Träumen induzierter Klartraum) und gehört zur Gruppe der WILD-Methoden, also der Techniken, bei denen versucht wird von einem wachen Zustand in einem Vorgang in den Zustand des Klarträumens zu gelangen.

Hypnagogien und Schlafparalyse
Die DEILD-Methode ähnelt sehr der WILD-Technik, weswegen hier ebenso die Begriffe Hypnagogien und Schlafparalyse fallen werden. Falls du nicht weißt, was das bedeutet, bitte ich dich diese Begriffe in der Erklärung für Hypnagogien und Schlafparalyse nachzuschauen. Sie werden hier nur kurz erklärt.

Bei der DEILD-Methode versucht man gegen Ende der Nacht nach dem Aufwachen liegen zu bleiben und sich möglichst nicht zu bewegen. Gleichzeitig ist es wichtig schnell zu vollem Bewusstsein zu kommen, also richtig „wach“ zu werden. Vielen fällt dies am Anfang schwer, weswegen einiges an Übung nötig ist.

Die Technik aufzuwachen und im Bett liegen zu bleiben, um danach den Zugang zu einem luziden Traum zu finden, nennt man auch WSIB (Wake-Stay-In-Bed). Hierbei bleibt man nur wenige Minuten im Bett wach liegen, bevor man sich wieder dem Träumen widmet. Aus diesem Grund ist das „DEILDen“ oder auch das „iWILDen“ bei Menschen beliebt, die nachts keine Zeit haben eine Stunde oder länger wach zu bleiben.

Wir treiben das WSIB hier ein bisschen auf die Spitze, denn bei der DEILD-Methode sollte man nur wenige Sekunden nach dem Aufwachen wieder in einen Traum gelangen, dazu aber gleich mehr.

DEILD-Methode
Beim „DEILDen“ versucht man nur wenige Sekunden nach dem Aufwachen bewusst wieder in einen Traum zu gleiten (Pixabay)

Hinzukommt die hohe Effektivität der Technik. Einmal gelernt, fällt es leicht sie erneut anzuwenden. Es ist wie beim Fahrrad fahren lernen: die ersten Male werden noch schwer fallen und man kann sich gar nicht vorstellen, das mal richtig zu können. Doch früher oder später wirst du den Bogen raus haben und kannst die Technik dann leicht wiederholen.

DEILD-Methode: Ablauf

Aufwachen

Das Ziel der DEILD-Technik ist, während einer REM-Phase aufzuwachen, also der Phase in der wir verstärkt träumen (Der Zeitraum, den die REM-Phasen im Schlaf einnehmen wird gegen Ende des Schlafes größer). Wir wollen dadurch nach dem Erwachen einen erneuten Einstieg in den gleichen Traum erreichen.

Wenn man einen Wecker benutzt sollte man einen sanften und leisen Weckton wählen.  Sei dir aber bewusst, dass die Schlafphasen nicht immer gleich lang und zum gleichen Zeitpunkt auftreten. Man kann also nicht nach dem Motto „zwischen 4 und 5 Uhr habe ich eine REM-Phase und stelle deswegen meinen Wecker auf 4:30 Uhr“ handeln.

Du merkst also schon: Hier muss man ein bisschen Glück haben und die eigenen REM-Phasen besser kennen lernen, um regelmäßig erfolgreich zu „DEILDen“.

Aber es gibt eine vielversprechende Lösung: Hier empfehle ich, sich selbst immer wieder folgendes im Sinne einer Suggestion vorzusagen: „Heute wache ich beim Träumen auf, bleibe ruhig liegen und komme schnell zu Bewusstsein“. Diesen Satz sollte man über den Tag hinweg im Kopf immer mal wieder wiederholen, vor allem kurz vor dem Schlafen gehen und während man im Bett liegt.

Achte aber darauf, dass du den Satz nicht einfach gedankenlos wiederholst, sondern glaube wirklich an das was du da sagt und die Technik der Autosuggestion. Auch die bildliche Vorstellung, verbunden mit Gefühlen, kann dabei helfen.

DEILD-Methode
  Eine Autosuggestion hilft dabei von selbst aufzuwachen (Pixabay)

Da du mehrmals pro Nacht träumst bietet dir die DEILD-Technik die Möglichkeit auch mehrmals pro Nacht einen Klartraum durchzuführen (oder mehrere Klarträume zu verknüpfen. Das nennt man „Dream Chaining„).

Hier liegt aber gleichzeitig auch ein negativer Aspekt dieser Methode: Stell dir vor du schaffst es tatsächlich relativ regelmäßig aufzuwachen, wenn du träumst. Eine „normale“ Nacht, in der man einfach nur Durchschlafen will, gestaltet sich dann eher schwierig.

Traumeinstieg

Wacht man dann von alleine auf, ist es wichtig ruhig liegen zu bleiben und sich nicht zu bewegen. Das soll dem Körper vortäuschen noch zu schlafen. Das Ziel ist, die Augen geschlossen zu halten, wenn du aufwachst (schwer vorzustellen, ich weiß, schließlich sind wir daran gewöhnt die Augen zu öffnen sobald wir aufwachen. Mit ein wenig Übung aber durchaus machbar). Trotzdem sollte das Ganze natürlich entspannt sein. Wenn dir also dein Bein juckt, dann darfst du dich natürlich kurz kratzen. Sei dir aber bewusst, dass jede Bewegung die Chance auf einen Klartraum reduziert.

Tipp zum ruhig Liegen bleiben
In einem Forum habe ich mal folgenden Tipp gelesen, den ich dir noch mit auf den Weg geben möchte: Du kannst die ganze Sache auch spielerisch gestalten. Stell dir zum Beispiel vor über dir sind Laserstrahlen und du darfst dich nicht bewegen, sonst berührst du sie und hast „verloren“. 

Nach kurzer Zeit wirst du die ersten Hypnagogien erkennen können und vielleicht sogar die Schlafparalyse bemerken.  Es sollte als nächstes der Beginn des Klartraums folgen, den du durch die Durchführung von Reality Checks überprüfen kannst. Bleib dafür bewusst und warte kurz ab, dann werden sich die ersten Traumfetzen bilden.

Alles in allem dauert die Technik nur ein paar Sekunden bis Minuten. Merkst du nach 3 Minuten noch nichts, breche den Versuch ab und versuche es in der nächsten Nacht erneut.

Zum Schluss noch ein Tipp von mir: Wenn dir die Technik noch schwer fällt, kannst du zuerst (z.B. eine Woche lang) üben von alleine während eines/ gegen Ende eines Traums (also der REM-Phase) aufzuwachen. In der Woche darauf kannst du dann üben, die Augen nach dem Aufwachen geschlossen zu halten und in den Klartraum einzusteigen. Diese Methode fällt einfacher als alles auf einmal zu versuchen.

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