Hypnagogien

Hypnagogien

Hypnagogien

Hypnagogien sind Sinneswahrnehmungen, die kurz vor dem Einschlafen auftreten. Dabei kann es sich um visuelle und auditive Eindrücke, aber auch um Gefühle und Empfindungen (taktile Eindrücke) handeln. Je müder man ist, desto stärker und schneller treten Hypnagogien auf. 

Wenn du denkst du hast noch nie hypnagoge Halluzinationen gesehen, dann schließe mal die Augen und massiere sie ganz sanft. Das was du dann siehst nennt man Phosphene. Diese Lichtblitze und Farbmuster treten auf, wenn der Sehnerv gereizt wird. Visuelle Hypnagogien können die selben Formen annehmen, nur sie kommen ohne deine Mithilfe 🙂

Wie äußern sich Hypnagogien genau?

Vielen Menschen sind hypnagoge Wahrnehmungen noch nie aufgefallen, ihre Wahrnehmung kann aber trainiert werden. Das ist besonders bei verschiedenen WILD-Methoden wichtig, denn hier versucht man bewusst den Übergang vom bewussten Zustand in den Traum zu erleben.

Da Hypnagogien und die Schlafparalyse Vorboten des Traumes sind, ist es für Oneironauten wichtig sie erkennen zu können.

Hypnagoge Halluzinationen können in folgender Art und Weise auftreten:

  • visuell: Schatten, Lichtblitze, sich ändernde Muster, Gesichter, Traumszenen, Farbspiele, Schwarz-Weiß-Rauschen, Objekte, Umrisse, etc.
  • auditiv: Rauschen, Töne, Geräusche, Stimmen, Musik, fahrender Zug, etc.
  • Empfindungen: Kribbeln, Jucken, Kratzen, aber auch Schwebe- oder Fallgefühle, häufig wird auch ein Vibrieren des Körpers in Kombination mit einem hörbaren Brummen beschrieben, einige Menschen empfinden sogar Gerüche

Derartige Sinneseindrücke können auch direkt nach dem Aufwachen auftreten. Dann nennt man sie hypnopomp.

In der Regel bauen sich hypnagoge Sinneseindrücke langsam auf, das heißt am Anfang erscheinen sie nur vereinzelt und schwach. Mit der Zeit verstärken sie sich aber und können auch parallel auftreten. Der ganze Prozess verläuft also fließend.

Zum Schluss baut sich aus den Hypnagogien ein Traum auf.

In diesem Aufbauzeitraum ist die nach außen gerichtete Wahrnehmung zwar nicht völlig abgeschaltet, aber deutlich schwächer als im Wachzustand. Auch das abstrakte Denken ist schwerer.

Alptraumartige Hypnagogien

Einige Menschen berichten immer wieder davon, dass sie alptraumartige Hypnagogien erleben. Zum Beispiel sehen sie auf einmal Spinnen oder der Partner neben einem sieht plötzlich ganz anders aus. Das kann zwar vorkommen, aber ähnlich wie bei der Schlafparalyse sollte man sich bewusst machen, dass diese Wahrnehmungen nur Vorboten des Schlafs und vollkommen harmlos sind.

Auch wenn es manchmal schwer fällt: Die Kunst besteht darin die hypnagogen Bilder auftreten zu lassen und sie als Freund zu sehen, statt als Feind. Wiederum andere beschreiben das Gefühl, das mit den Hypnagogien auftritt, als angenehm und beruhigend.

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Hypnagogien
Unangenehme Hypnagogien treten bei manchen Menschen auf, spielen sich aber nur im Kopf ab (Fotalia)

Wie kann ich Hypnagogien entstehen lassen?

Hypnagogien kann man leider nicht „auf Knopfdruck“ entstehen lassen, es gibt aber einige Tricks, wie man es dem Körper leichter macht sie entstehen zu lassen.

Entspannung
Ein entspannter Körper und ein entspannter Geist sind wichtige Vorraussetzungen, um Hypnagogien besser wahrnehmen zu können. Ein gutes Hilfsmittel dafür sind Meditationen.

Ich persönlich meditiere immer mit einer Meditations-App, du kannst hier aber selbst gerne kreativ werden. Meditieren bringt den Körper in einen entspannten Zustand, in dem hypnagoge Halluzinationen leichter auftreten.

Schlafumwelt
Ebenfalls sehr wichtig ist die Umwelt in der wir einschlafen wollen. Du solltest dich zum Beispiel von der Zimmertemperatur her wohl fühlen, nicht zu heiß und nicht zu kalt. Am wichtigsten ist meiner Meinung nach aber die Beleuchtung. Am besten du machst es dir möglichst Dunkel. Wenn du willst kannst du auch eine Schlafmaske benutzen.
Übung
Übung, Übung, Übung. Wie bereits angesprochen kann das Wahrnehmen von Hypnagogien trainiert werden. Schärfe heute Nacht einfach mal deine Sinne und versuche hypnagoge Empfindungen wahrzunehmen. Das kann durchaus mal 5-15 Minuten dauern. Ein Fehler wäre es aber sie erzwingen zu wollen, lass sie besser auf dich zukommen.

Mir persönlich hilft es auch sich vorzustellen man träumt bereits. Als erstes höre ich dann meist Stimmen von Menschen mit denen ich an dem Tag zu tun hatte. Oft sehe ich auch eine einprägende Szene, die ich an dem Tag erlebt habe, vor meinen Augen ablaufen. Sollte an einem Tag nichts aufregendes passiert sein, entstehen meist Szenen von vergangenen Tagen im Kopf.

Vergiss nur eins nicht: Selbst wenn es mal ungemütlich wird, das alles findet nur in deinem Kopf statt. Dir kann nichts passieren.

Hier noch ein Video, das dir dabei hilft hypnagoge Halluzinationen entstehen zu lassen:

 

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