iWILD-Methode

iWILD-Methode

iWILD (indirekter WILD)

Die indirekter WILD-Technik basiert auf der DEILD-Methode und gehört zu den Gruppe der WILD-Methoden, also der Techniken, bei denen versucht wird von einem wachen Zustand in einem Vorgang in den Zustand des Klarträumens zu gelangen. Sie wurde vom Klartraum-Experten Michael Raduga entwickelt und wird auch in seinen Seminaren erfolgreich gelehrt.

Beim indirekten WILDen versucht man sich „vom Körper zu trennen“. Das hört sich erst mal ziemlich esoterisch an, ist aber wichtig, um ein vernünftiges Klartraumerlebniss haben zu können. Die iWILD-Methode wird durch ihre hohe Erfolgsquote besonders Anfängern empfohlen, die WILDen möchten. Grundsätzlich durchläuft man bei der iWILD-Technik 2 Phasen:

  1. Aufwachen
  2. Trennen vom Körper + Traumeinstieg

iWILD-Methode: Aufwachen

Genauso wie bei der DEILD-Methode kommt es bei dieser Technik auf ein selbstständiges Erwachen während oder kurz vor Ende eines Traums an. Gleichzeitig solltest du aber beim Aufwachen ruhig liegen bleiben und die Augen geschlossen halten. Das bedarf einiger Tage an Übung und wird bei den meisten nicht von Anfang an klappen, ist aber extrem wichtig.

Mit Hilfe einer Autosuggestion wie „Heute Nacht wache ich beim Träumen von selbst auf, halte die Augen geschlossen und komme schnell zu Bewusstsein“ kannst du das „selbst-aus-dem-Traum-erwachen“ üben. Die Autosuggestion wiederholst du dabei über den Tag hinweg immer wieder, besonders vor dem Schlafengehen und während du im Bett liegst.

Verbinde diese Autosuggestion gleichzeitig mit Emotionen und bildlichen Vorstellungen um die Wirkung zu verstärken.  Du musst die Wirkung wirklich erzielen wollen und den Satz nicht stumpf vor dir hinsagen, dann klappts am besten.

iWILD-Technik

Wenn man bereits einigermaßen ausgeschlafen ist zeigt die iWILD-Methode ebenfalls Erfolg. Du solltest zwar nach dem Klingeln deines Weckers (oder dem selbstständigen Aufwachen) wieder einschlafen können, allerdings sollte dich dieser nicht bereits nach 3 Stunden wecken (wie etwa bei der HILD-Methode).

iWILD-Methode: Trennen vom Körper + Traumeinstieg

Bist du also erwacht, halte unbedingt die Augen geschlossen und bewege dich nicht. Es gilt jetzt den schmalen Grad zwischen Einschlafen und Wach sein zu treffen. Die folgenden Schritte müssen sofort nach dem Aufwachen erfolgen. Hier heißt es üben, üben, üben 🙂

Das erneute Einschlafen kündigt sich häufig durch Hypnagogien an.  Wenn die ersten Hypnagogien auftauchen, versuche dich auf sie zu konzentrieren und sie zu verstärken. Das können entweder visuelle Wahrnehmungen sein oder auch Geräusche.

TIPP
Diese Methode kann auch geübt werden indem du dich zum Beispiel tagsüber entspannt hinlegst und auf das Grundrauschen in den Ohren hörst oder dich auf die Symbole/Bilder/Lichtblitze/Formen auf der Rückseite deiner Augenlieder konzentrierst. Das Wichtige ist nur, dass du dir die Bilder nicht selbst ausdenkst sondern sie von selbst entstehen lässt.

Das Ganze sollte nur ein paar Sekunden dauern. Stellen sich nach wenigen Sekunden keine Hypnagogien ein kannst du auch im Kopf versuchen eine Hand leicht auf und ab zu bewegen. Allerdings nur im Kopf! Stelle dir vor, dass sich durch leichte Auf und Ab-Bewegungen eine Art „Geisterhand“ ganz langsam und vorsichtig aus deiner Hand herauslöst.

Es gibt noch eine ganze Reihe an weiteren Techniken den erwünschten Zustand zu treffen. Beliebt ist zum Beispiel die Methode sich vorzustellen, dass du dein Handy in der Hand hältst. Spüre sein Gewicht und die Abmaße sowie Details wie den Homebutton oder die Lauter/Leiser Tasten.

Natürlich spielt sich auch diese Vorstellung nur in deinem Kopf ab. Du selbst bleibst weiterhin ruhig und spannst keinen Muskel an. Falls für dich eine Technik nach ein paar Sekunden nicht funktioniert, versuche eine andere.

Solltest du dich doch mal bewegen ist das noch kein Beinbruch. Wende dann folgende Methode an: Mach es dir wieder gemütlich, sodass du schnell wieder einschlafen würdest. Das Ziel ist aber gerade so nicht einzuschlafen.

Nach 5-10 Sekunden lässt du dein Bewusstsein schlagartig wieder zurückkommen. Damit gaukelst du dem Gehirn vor, dass der Körper schläft, du selbst bist aber noch bei Bewusstsein. Man nennt das Ganze „gezieltes Einschlafen„.

Falls also eine Technik nicht klappt, wende eine andere an. Du solltest 3-4 Techniken im Hinterkopf haben, die du anwenden kannst. Als letztes sollte immer das „gezielte Einschlafen“stehen. Hast du alle deine Techniken durchprobiert, fängst du wieder von vorne an.

Sei dir bewusst: es kann durchaus 5 oder 6 Versuche benötigen bis du einen Klartraumeinstieg bekommst. Da du pro Technik aber nur wenige Sekunden aufbringst, dauert das ganze höchstens ein paar Minuten.

Hat eine Methode Erfolg gezeigt, kannst du nun die Körpertrennung beginnen.

Techniken der Körpertrennung

Das „Trennen vom Körper“ kannst du dir so vorstellen, dass sich dein „geträumtes Ich“ vom „realen Ich“ löst und sein Abenteuer im Klartraum beginnt. Es gibt hierzu unzählige Techniken, von denen ich dir ein paar zeigen möchte:

WICHTIG

Die Körpertrennung wird in der Regel nicht automatisch und ohne Anstrengung erfolgen. Im Gegenteil, du musst dafür alle Willenskraft aufwenden. Es kann nämlich vorkommen, dass du im Traum klar wirst, aber trotzdem in deinem Körper (der im Bett liegt) „gefangen“ bleibst.

Stell dir vor du könntest aufgrund einer Lähmung dein linkes Bein nicht mehr bewegen, wendest aber trotzdem deine gesamte Willenskraft dafür auf es zu schaffen. Du willst unbedingt mit aller Aggressivität dein Bein bewegen! Diese Leistung wird auch für das „Trennen vom Körper“ erforderlich sein.

Das ist wichtig zu wissen, um die Erfolgschancen hoch zu halten. Trotzdem spielt sich das Ganze nur in deinem Kopf ab. Dein realer Körper bleibt völlig entspannt, kein Muskel sollte angespannt sein, damit du nicht aus dem Traum gerissen wirst.

Techniken um sich vom physischen Körper zu trennen:

– Rauskriechen: Löse erst einen kleinen Teil deines Traumkörpers vom physischen Körper (z.B. Hand). Wenn dies klappt kannst du langsam weitermachen: Zuerst einen Arm, dann den zweiten, usw.

– Rausschweben: Versuche deinen Traumkörper vom physischen Körper zu lösen und aus ihm „herauszuschweben“

– Ausrollen: Versuche deinen Traumkörper durch „ausrollen“ vom physischen Körper zu trennen

– Aufstehen: Wohl die schwerste Variante: Versuche aus dem liegenden physischen Körper mit deinem Traumkörper aufzustehen

Wie gesagt: Diese Techniken spielen sich aber nur in deinem Kopf ab, du bewegst in Echt keinen Muskel.

Neben diesen gibt es natürlich noch weitere Techniken. Du kannst dir hier auch gerne selbst Methoden ausdenken den physischen Körper zu verlassen. Wichtig ist dabei nur den physischen Körper nicht zu bewegen.

Hast du es erst mal geschafft deinen Traumkörper vom physischen Körper zu trennen, führe einen Reality Check durch um zu überprüfen, ob du tatsächlich schon träumst. Hat alles geklappt, kann dein Klartraumerlebnis jetzt beginnen.

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