Reality Check

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Reality Check

Reality Check

Ein Reality Check (RC) ist ein Test, mit dem man überprüft, ob man gerade träumt oder nicht. Reality Checks spielen beim Erlernen des luziden Träumens eine große Rolle, weil sie in Kombination mit vielen gängigen Klartraum-Techniken hervorragende Ergebnisse erzielen. RCs können in vielen verschiedenen Arten und Formen angewandt werden und jeder Oneironaut sollte ein paar im Hinterkopf haben.

Warum macht man Reality Checks?

Ist dir schon mal aufgefallen, dass du im Traum zwar vollkommen unlogische Dinge träumst, aber währenddessen einfach nicht drauf kommst, dass das hier offensichtlich nur ein Traum sein kann?

Es wäre doch toll wenn man die Eigenschaft von Träumen (unlogisch zu sein) zu seinem Vorteil nutzen könnte. Hier kommen die RCs ins Spiel!

Präfrontaler Cortex

Der Grund dafür, dass dir im Traum nicht auffällt, dass etwas unlogisch ist, nennt sich präfrontaler Cortex und liegt im Gehirn.

Der präfrontale Cortex ist ein Bereich im vorderen Teil deines Gehirns und ist für Dinge wie Entscheidungen und Aufmerksamkeit zuständig.

Er lässt dich unter anderem erkennen, ob etwas logisch oder unlogisch ist. Im Traum ist der präfrontale Cortex aber inaktiv.

Deswegen kannst beim Träumen zum Beispiel nicht erkennen, dass eine Uhrzeit von 8:88 Uhr nicht logisch ist und du offensichtlich träumen musst.

präfrontaler Cortex
Lage des präfrontalen Cortex im Gehirn (Pixabay)

Das Ziel besteht also darin während des Träumens erkennen zu können, dass etwas unlogisch ist.

Wir müssen also im Traum unseren präfrontalen Cortex wieder aktivieren und das machen wir durch einen Reality Check.

Ein RC zeigt dir sofort, ob du träumst oder wach bist. Allerdings hat er ein kleines Manko, dazu aber am Ende mehr.

Wie funktioniert ein Reality Check?

So, genug theoretisches BlaBla 🙂 . Jetzt geht’s an die Praxis, wie sieht so ein RC also aus? Nun, es gibt ein paar verschiedene Arten von Realitäts-Checks:

Mentale RCs
Körper RCs
Objekt RCs

Das ist natürlich nur eine kleine, unvollständige Liste an Reality Checks. Du kannst sie gerne durch selbst erfundene Varianten erweitern. Wenn du noch mehr RC-Vorschläge brauchst, schau mal zu diesem Thread vom Klartraum-Forum.

Hast du dich für einen RC entschieden besteht das Ziel darin seine Ausführung so in dein Unterbewusstsein übergehen zu lassen, dass du ihn irgendwann automatisch machst ohne dich immer selbst daran erinnern zu müssen.

Wenn du ihn dann auch im Traum ausführst, wirst du im Traum bemerken, dass du träumst.

Qualität vor Quantität

Ähnlich wie bei der Autosuggestion geht es hier mehr um Qualität als um Quantität. Dein Ziel besteht also nicht darin widerwillig 30 RCs pro Tag zu machen.

Stattdessen solltest du die Durchführung deines Reality Checks mit einer gewissen Freude verbinden und sauber durchführen.

Du solltest dich einfach wohl dabei fühlen und nicht dazu zwingen müssen. Die Durchführung kann durchaus ein paar Sekunden dauern, die Dauer ist aber viel wichtiger als die Anzahl an RCs. 5-7 Stück pro Tag a 30 Sekunden reichen vollkommen aus.

Führst du Reality Checks zu lapidar und schnell aus und hinterfragst deren Ergebnis nicht, kann es dir im Traum passieren, dass dein RC zwar zeigt, dass du träumst, allerdings wirst du dir dessen trotzdem nicht bewusst, weil dein Gehirn die Handlung mit dem Sinn dahinter nicht verknüpft hat.

Wie baue ich Reality Checks in meinen Alltag ein?

Man kann sich an die Durchführung eines RCs gewöhnen, indem man ihn mit einem täglich wiederkehrenden Vorgang verknüpft. Nimm dir vor, einen RC immer dann auszuführen, wenn du zum Beispiel:

  • dich im Spiegel siehst
  • was isst
  • in ein Auto steigst
  • dir die Schuhe anziehst
  • auf die Toilette gehst
  • etc.

Am besten wäre es aber, wenn du in immer dann einen RC durchführst, wenn du dich in einer Situation befindest, die bereits leicht surreal oder unlogisch anmutet.

Das sind spontane Realitäts Checks, die du zusätzlich zu deinen eingeplanten RCs ausführen kannst. Sie schärfen ebenfalls das kritische Bewusstsein, dazu aber gleich mehr.

Traumzeichen (Dinge die nur im Traum auftreten können) sind auch sehr nützlich.  Ein Traumtagebuch wird dir helfen deine „persönlichen Traumzeichen“ zu erkennen.

Diese treten regelmäßig in deinen Träumen auf und eignen sich deshalb perfekt dazu, den Traum als solchen zu erkennen. Träumst du zum Beispiel häufig von Sportwagen solltest du dir angewöhnen immer dann einen RC zu machen, wenn du einen Sportwagen siehst.

Traumzeichen
Ein Traumzeichen ist etwas, das nur im Traum auftreten kann (Pixabay)

Realitäts Tests steigern dein „kritisches Bewusstsein“. Hast du ein starkes kritisches Bewusstsein, fällt dir leichter auf, dass du träumst, denn du hinterfragst öfter und kritischer die Umwelt in der du dich bewegst.

Im Gegensatz zum Großteil der Bevölkerung gehst du dann einfach nicht ständig davon aus, dass du wach bist. Ein gutes kritisches Bewusstsein zu besitzen ist eine wichtige Voraussetzung, um im Traum klar zu werden.

Die Tücke der Reality Checks

RCs haben leider auch eine negative Seite: sie funktionieren nicht zu 100% zuverlässig. Ich möchte dir das mal anhand eines Beispiels erklären:

Stell dir vor, dein Reality Check ist: „Ich überprüfe, ob ich fliegen kann. Wenn ich fliegen kann, muss ich träumen, denn das ist nur im Traum möglich„.

Angenommen du träumst, führst deinen RC durch, aber das Ergebnis ist, dass du nicht fliegen kannst. Träumst du deswegen auch nicht?

Nein, denn in diesem Beispiel haben wir ja festgelegt, dass du träumst. Dein RC hat also versagt.

Wie kannst du solche „RC-Blindgänger“ verhindern?

In der Regel wird es dir auffallen, wenn ein RC dir auch im Traum vorgaukelt, dass du wach bist. Wechsel ihn dann einfach aus. Am besten wäre es, wenn du 2,3 Realitäts Tests im Hinterkopf hast, die du zusätzlich ausführen kannst, um dir ganz sicher zu sein.

 

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