REM-Phase

REM-Phase

REM-Phase

Die REM-Phase ist eine Schlafphase in der sich unsere Augen sehr stark bewegen (Rapid Eye Movement). Sie folgt in unserem „Schlafzyklus“ an vierter Stelle, nach der Einschlaf-Phase, der Leichtschlaf-Phase und der Tiefschlaf-Phase (den NREM (Non-REM)-Phasen). 

Zwar träumen wir auch leicht und kurz in den NREM-Phasen aber in der REM-Phase träumen wir am stärksten und intensivsten.

Deswegen ist sie für uns Oneironauten von besonderer Bedeutung.

Wir wollen entweder bewusst in diese Phase des Schlafs eintreten, um unseren Traum steuern zu können (z.B. WILD-Technik) oder wir werden uns erst im Traum klar, dass wir träumen (MILD-Technik).

Wie äußert sich die REM-Phase?

Wenn wir in der REM-Spanne träumen, bewegen sich nicht nur unsere Augen ruckartig hin und her, sondern es steigt auch unser Blutdruck, die Herz- und die Atemfrequenz an.

Außerdem fallen wir in die sogenannte Schlafparalyse. Das ist eine Schutzreaktion unseres Körpers.

Er lähmt sich selbst, um zu verhindern, dass wir die Bewegungen, die wir träumen, auch in Wirklichkeit ausführen und uns dadurch womöglich verletzen.

Eigentlich ist es widersprüchlich: Zeichnet man die Hirnaktivität unseres Gehirns während der REM-Spanne auf, müsste man davon ausgehen, dass wir wach sind.

Gleichzeitig ist unser Körper aber durch die Schlafparalyse gelähmt, weswegen wir uns nicht bewegen können. Aus diesem Grund wird der REM-Schlaf auch „paradoxer Schlaf“ genannt.

Unsere Schlafphasen

REM-Phase

Auf dem Bild siehst du eine typische Verteilung unseres Schlafzyklus. Auf der y-Achse sind unsere Schlafphasen aufgetragen, auf der x-Achse die Schlafdauer.

Unser Schlafzyklus besteht ganz grundlegend aus 2 Phasen: Der REM-Phase und der Non-REM-Phase (NREM-Phase).

Dieser Schlafzyklus wiederholt sich mehrere Male pro Schlaf, so dass alle Phasen 3-6 Mal pro Nacht auftreten.

Ein Zyklus dauert etwa 60-90 Minuten, dann geht’s von vorne los.

NREM-Phase

Ein Zyklus startet mit der NREM-Phase. Sie besteht aus 3 Teilbereichen.

Der Einschlaf-Phase (auf dem Bild mit der I gekennzeichnet), der Leichtschlaf-Phase (II) und der Tiefschlaf-Phase (III und IV).

In der Einschlaf-Phase entspannt sich der Körper und es können Hypnagogien wahrgenommen werden.

Während du in der Leichtschlaf-Phase noch leicht geweckt werden kannst, gestaltet sich das in der Tiefschlaf-Phase schon schwieriger: Klingelt dein Wecker während der Tiefschlaf-Phase fühlst du dich besonders müde und unausgeschlafen.

Kennst du Menschen, die Schlafwandeln oder im Schlaf reden? Auch diese Phänomene finden in der Regel in der Tiefschlaf-Phase statt.

REM-Phase

Der REM-Schlaf kommt immer als letzte Phase in einem Zyklus.

Dabei nimmt er bei erwachsenen Menschen etwa 20-25% der gesamten Schlafdauer ein. Bei Kleinkindern besteht dagegen noch fast der gesamte Schlaf aus einer REM-Phase.

Insgesamt kommen wir pro Nacht somit auf 3-6 REM-Phasen.

Besonders gegen Ende unseres Schlafs werden diese länger und länger. Dauern sie am Anfang nur wenige Minuten, kommen wir am Ende des Schlafes auf mehr als 1 Stunde REM-Schlaf.

Bei vielen Klartraum Techniken wie der WILD-Methode, der HILD-Methode oder auch der SSILD-Methode wird deswegen nach mehreren Stunden Schlaf versucht bewusst und direkt in die REM-Phase hinein einzuschlafen. Das erfolgt in der Regel in Verbindung mit einem WBTB.

Für was ist die REM-Phase gut?

Es ist nicht abschließend geklärt welche Funktion(en) der REM-Schlaf genau besitzt.

Vermutlich spielt die Verarbeitung vom Tagesgeschehen, vor allem Dinge, die uns emotional sehr beschäftigen, eine wichtige Rolle.

Auch die Entwicklung des Gehirns wird (vor allem bei Kleinkindern) als Grund für den REM-Schlaf gesehen. Es geht sozusagen um die „psychische Erholung“ unseres Körpers.

Tatsache ist, dass die REM-Phase bei jedem Menschen auftritt.

Schlafen wir einmal nicht lang genug und werden vor der REM-Periode geweckt, holt unser Körper die REM-Phase beim nächsten Schlaf nach. Das nennt man REM-Rebound-Effekt. Verzichten wir zulange auf diesen wichtigen Teil des Schlafs werden wir aggressiver und ungeduldig.

Immerhin wurde ein Grund für die schnellen Augenbewegungen während der REM-Phase gefunden:

Zuletzt untersuchten Wissenschaftler der Universität Tel Aviv die schnellen Augenbewegungen. Sie gehen davon aus, dass wir unsere Augen immer dann bewegen, wenn unser Gehirn ein neues Traumbild erzeugt.

Fazit

Die REM-Phase spielt für uns Oneironauten eine entscheidende Rolle. In ihr träumen wir am wahrscheinlichsten und am plastischsten.

Sie hat ein paar komische Eigenschaften wie die schnellen Augenbewegungen oder die Tatsache, dass sich unser Gehirn während der REM-Phase so verhält, als wären wir wach.

Trotzdem durchlebt jeder Mensch diesen wichtigen Teil des Schlafes. Und das ist auch gut so, schließlich scheint sie für unseren Körper eine wichtige Rolle zu spielen.

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REM-Phase
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