Schlafparalyse

Schlafparalyse

Schlafparalyse

Schlafparalyse

Die Schlafparalyse (auch Schlafstarre oder Schlaflähmung genannt) ist ein Schutzmechanismus des Körpers, der bevorzugt in der REM-Phase auftritt. Da wir in der REM-Phase am meisten und am intensivsten träumen, könnte es passieren, dass wir unsere geträumten Bewegungen auch in der Realität ausführen. Um dies zu verhindern fällt der Körper während oder kurz nach dem Einschlafen in die Schlafstarre, sodass wir uns nicht mehr bewegen können. Ausgenommen davon sind das Atmen, der Herzschlag und die Augenbewegungen.

Besonders beim Anwenden einiger WILD-Techniken kann es vorkommen, dass du das Einsetzen Schlafparalyse mitbekommst. Hier führst du meist einen WBTB aus.

Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass du eine Schlafparalyse bekommst enorm, denn diese tritt wie gesagt nur in der REM-Phase auf.

Da die REM-Phase (hauptsächlich) erst am Ende eines Schlafzyklus auftritt, wäre es also extrem unwahrscheinlich eine Schlafstarre am Abend beim Schlafengehen zu bekommen.

Eindrücke der Schlafparalyse

Es gibt verschiedene Möglichkeiten wie so eine Schlafstarre auftreten kann.

Am häufigsten wird sich ein Kribbeln oder Vibrieren des Körpers bemerkbar machen.  Außerdem können noch verschiedene Arten von Hypnagogien auftreten.

Diese Hypnagogien können zum Beispiel visuell (Schatten, Lichtblitze, Muster, etc.) als auch auditiv (Rascheln, Summen, Klirren, Rausch, etc.) auftreten.

Auch von entstehenden Gefühlen wird hin und wieder berichtet. Weitere Symptome sind das Gefühl von flatternden Augenliedern oder von Benommenheit.

Atemnot

Häufig berichten Klarträumer auch von einem beklemmenden Gefühl in der Brust, das bis zur Atemnot gehen kann. Deswegen schnappen dann viele nach Luft und wachen auf.

Dieses Druckgefühl kann durchaus vorkommen, ist aber vollkommen ungefährlich.

Es spielt sich nur im Kopf ab und wenn man keine Angst davor hat und sich darauf einlässt, gelangt man schnell in einen Klartraum.

Sieh die Schlafstarre als Chance einen luziden Traum zu bekommen und nicht als etwas wovor man Angst haben muss.

Hält man sich lange genug bei Bewusstsein dient die Schlafparalyse als Einstieg in den Klartraum. Sie ist sozusagen der letzte Schritt vor dem Einschlafen.

Merkst du wie sie auftritt, hast du bis jetzt alles richtig gemacht und stehst kurz vor einem luziden Traum.

Ist dir das Ganze doch einmal zu unheimlich kannst du dich aus der Schlaflähmung lösen indem du deine Atemfrequenz änderst. Zum Beispiel mehrere Male tief ein- und ausatmen und danach ganz schnell und kurz ein- und ausatmen.

Wie bekommt man eine Schlafparalyse?

Grundsätzlich versucht man beim Induzieren einer Schlafstarre dem Gehirn vorzugaukeln, dass man bereits schläft.

Das klappt am besten mit einem guten Verhältnis aus „müde sein“ und „nicht müde sein“.

Du solltest also noch eine gewisse Müdigkeit empfinden, sodass du zwar nicht direkt nachdem du die Augen geschlossen hast einschläfst, aber auch nicht gar nicht mehr einschlafen kannst.

Aus diesem Grund machst du nach 4-6 Stunden Schlaf dein WBTB und legst dich dann wieder ins Bett. Nach 4-6 Stunden Schlaf solltest du den gewünschten Müdigkeits-Zustand erreicht haben.

Entspannen für die Schlafparalyse

Um eine Schlafparalyse erfolgreich induzieren zu können, ist ein hohes Maß an Entspannung sehr wichtig.

Das heißt: Bevor du dich wieder ins Bett legst solltest du deine Arme und Beine einmal richtig ausschütteln und ausstrecken.

Du kannst auch Entspannungs- oder Dehnübungen für den Rücken machen. Ich persönlich meditiere mit Hilfe einer App  (Headspace) immer noch einmal 10 Minuten.

Am wichtigsten sind aber die Augen. Die kannst du durch ein paar Rollbewegungen hinter geschlossenen Augenlidern entspannen.

Meditation
Meditation (z.B. die 61-Punkte Meditation) hilft dabei sich zu entspannen (Fotalia)

Ebenfalls wichtig ist die Schlafposition. Hier kannst du dich an deiner gewohnten Schlafposition orientieren, allerdings solltest du sie leicht abwandeln, sodass sie nicht zu angenehm ist.

Damit wird sichergestellt, dass du es dir nicht zu gemütlich machst und sofort in den Schlaf verfällst.

Trotz allem solltest du ein paar Minuten in dieser Position ausharren können, denn sich nicht zu bewegen ist wichtig. Dazu gleich mehr:

Dem Gehirn signalisieren: Ich schlafe!

Wie bereits angesprochen geht es darum, dass wir unser Gehirn ein bisschen austricksen wollen. Wir tun so als würden wir schlafen, bleiben aber bei Bewusstsein.

Das Gehirn überprüft immer mal wieder anhand von „Tests“, ob du bereits schläfst oder nicht. Ist es davon überzeugt, dass du schläfst, leitet es einen Traum ein.

Den ersten wichtigen Test hab ich schon angesprochen. Es ist die Bewegung deines Körpers, genauer gesagt die Tatsache, dass du deinen Körper nicht mehr bewegst.

Das ist ein Kriterium für Schlaf. Machst du größere Bewegungen, schläfst du offensichtlich nicht. Bleibst du dagegen eine Zeit lang ganz ruhig liegen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass du schläfst.

Deswegen die Schlafposition, in der du einige Minuten ausharren können solltest ohne dich zu bewegen.

Am besten ist es wenn du auch die Augenbewegungen so weit wie möglich einstellen könntest. Das klingt jetzt erstmal ziemlich übertrieben und schwer, lässt sich aber antrainieren.

Unsere Augen bewegen sich im Schlaf nur in der REM-Phase (in die wir ja reinwollen), davor aber nicht. Deswegen sind auch deine (im besten Fall nicht vorhandenen) Augenbewegungen ein Kriterium für Schlaf. Kleinere Bewegungen wie Schlucken sind aber erlaubt!

schlafen
Versuche dich so wenig wie möglich zu bewegen, um deinem Gehirn vorzugaukeln, dass du bereits schläfst (Fotalia)

Außerdem wichtig: Deine Atmung. Die überprüft dein Gehirn ebenfalls und sie unterscheidet sich beim Schlafen von deiner Atmung im Wachzustand.

In der Regel ist sie etwas flacher und vor allem langsamer. Allerdings unterscheidet sich das von Mensch zu Mensch ein bisschen.

Deswegen solltest du deine Atmung mit einem Diktiergerät oder der Aufnahmefunktion auf deinem Handy aufnehmen.

Höre dir die Aufnahme deiner Atmung im Schlaf ein paar mal an und versuche sie dann so weit wie möglich zu imitieren.

Das wird in den ersten Minuten noch ein bisschen Willenskraft benötigen, läuft danach aber von alleine.

Roll-Over-Signal (ROS)

Kommen wir jetzt zum letzten „Test“ deines Gehirns, ob du bereits schläfst, den ich sehr spannend finde.

Vielleicht ist es dir schon einmal aufgefallen: Bevor du einschläfst drehst du dich noch einmal in eine andere Schlafposition um, bzw. (und das ist das entscheidende) hast den Drang danach dich noch einmal umzuwälzen.

Das ist das sogenannte „Roll-Over-Signal„, das dein Gehirn aussendet, um zu überprüfen ob du schon schläfst.

Drehst du dich dann tatsächlich um, schläfst du offensichtlich noch nicht. Bleibst du dagegen regungslos liegen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch dass du schläfst.

Du weißt also was du zu tun hast, sobald du den Drang verspürst dich umzudrehen: Einfach liegen bleiben!

Wie geht es weiter?

Bist du erstmal eine Zeit lang regungslos liegen geblieben, hast du es schon fast geschafft.

Die Hypnagogien, die sich vorher aufgebaut haben, werden sich zu einem Traum aufbauen.

Dass du tatsächlich träumst kannst du mit einem Reality Check überprüfen, bei dem du dich nicht bewegen musst.

Fazit

Die Schlafparalyse ist deine Eintrittskarte zum Klartraum. Besonders in Komibnation mit einigen WILD-Techniken kannst du sie mitbekommen.

Bestehst du die Tests, die dir dein Gehirn stellt, kannst du dein Ticket in die Traumwelt lösen 🙂 .

Das wichtigste ist die Geduld: Auch ich musste ein bisschen trainieren, bis ich die Schlafparalyse für mich nutzen konnte. Hier heißt es einfach: Üben, üben, üben 🙂 .

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Schlafparalyse
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