VILD-Methode

VILD-Methode

VILD (Visually Incubated Lucid Dream)

VILD steht für Visually Incubated Lucid Dream (zu Deutsch etwa: visuell inkubierter Klartraum) und gehört zur Gruppe der WILD-Methoden, also der Techniken, bei denen versucht wird von einem wachen Zustand in einem Vorgang in den Zustand des Klarträumens zu gelangen.

Die Idee hinter der VILD-Technik ist, sich eine bestimmte, selbst ausgedachte Szene eines Traums immer und immer wieder vor Augen zu führen und geistig durchzuspielen.

Diese Szene soll so verinnerlicht werden, dass sich zu Beginn eines Traums genau diese Szene automatisch aufbaut und automatisch abläuft.

Zum ersten mal beschrieben wurde die WILD-Methode im englischen Forum ld4all.com (Thread).

Mit der Hilfe von ein paar Reality Checks (also Tests mit denen man überprüft, ob man gerade wach ist oder schon träumt),  die in die selbst ausgedachten Traumszene eingebaut werden, kann man dann im Traum „klar werden“ (also erkennen, dass man gerade träumt).

Beispiel für eine VILD-Traumszene

Hier mal ein Beispiel, um sich das besser vorzustellen. Ich erdenke mir folgende Traumszene und spiele sie im Bett in entspannter Position immer und immer wieder durch (Autosuggestion):

 Ich wache in meinem Kinderzimmer auf. Es ist komplett leer, nur vor mir liegt eine Sammlung meiner Lieblingsspielzeugautos. Dann geht die Tür auf und meine Mutter kommt rein. „Mach einen Reality Check“ sagt sie mehrmals freundlich.  Ich halte mir also die Nase zu und versuche durch die Nase zu atmen. Das geht erstaunlich einfach. Als nächstes versuche ich mit einem geschlossenen Auge meine Nase zu sehen. Nichts zu sehen! Jetzt ist es gewiss: Ich träume!

Das ist schon alles, länger muss die Szene gar nicht sein. Wichtig ist nur, dass sie ein paar Reality Checks enthält (in diesem Fall:  Nase zuhalten und versuchen zu atmen sowie Versuchen die Nase mit einem geschlossenen Auge zu sehen).

Außerdem solltest du dich in deiner Traumszene natürlich wohlfühlen.

Das Ziel besteht nun darin die Traumszene sehr oft hintereinander durchzuspielen, sodass du sie verinnerlichst.

Auf keinen Fall darf sich die Szene jedoch ändern, auch keine Details. Alles bleibt immer genauso wie es war, denn du musst immer wissen was in deiner Traumszene wann und wo passiert.

VILD-Methode: Einstieg in den Traum

Die VILD-Methode kann grundsätzlich immer angewendet werden, ob nach einem WBTB, direkt nach dem Aufwachen oder Abends beim Schlafengehen.

Trotzdem solltest du eine starke Müdigkeit empfinden. Du könntest also zum Beispiel einfach eine Stunde später als normal ins Bett gehen. Aber bitte nicht zu spät!

Eine andere Möglichkeit wäre das Lesen eines Buchs im Bett (am besten natürlich eins über Klarträume). Fühlst du dich durch das Lesen wirklich müde, zwinge dich noch weitere 10 Minuten zu lesen und beginne dann die VILD-Methode.

Wenn du dich müde fühlst und deine Traumszene im Kopf hast, dann mach es dir in deinem Bett bequem und fang an die Szene wieder und wieder durchzugehen.

Versuche dich dabei so wenig wie möglich zu bewegen. Such dir anfangs eine Schlafposition aus und verharre dann in dieser. Den Film solltest du dabei nicht in deinem Kopf ablaufen lassen sondern das Geschehen vor deine Augen projizieren (die Augen bleiben natürlich trotzdem geschlossen).

Lass die Geschichte direkt um dich herum ablaufen, so als würdest du tagträumen.

VILD-Methode
                     Lass deine Traumszene direkt um dich herum stattfinden (Quelle: Pixabay)

Dass deine Gedanken dabei hin und wieder abschweifen wollen ist völlig natürlich. Hole dann einfach wieder deine ausgedachte Traumszene in den Vordergrund und wiederhole sie weiter.

Irgendwann wird deine Traumszene dann in einen echten Traum übergehen. Vielen ist dieser Zeitpunkt erst mal nicht bewusst. Erst durch die eingebauten Reality Checks erkennen sie, dass sie sich jetzt in einem echten Traum befinden und das luzide Träumen kann starten!

 

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